Durch Nova Scotia und New Brunswick

10. Oktober 2015

So langsam lässt der Regen nach, leider ist aber die Beleuchtung für Fotos nicht berauschend und die Sicht nach wie vor schlecht. Aber die Gezeiten sind günstig, und so unternehmen wir vom Campground des Five Island Provincial Parks aus eine Wanderung entlang der Küste. Der Tidenhub ist gewaltig und riesige Flächen fallen bei Ebbe trocken (trocken, na ja - Ihr werdet gleich noch sehen, was gemeint ist). Zielstrebig geht Peter voran, natürlich wählt man den kürzeren Weg querfeldein, anstatt der Küstenlinie zu folgen. Aber das wäre ja uninteressant. Irgendwann wird es immer schwieriger voranzukommen, Christines Füße lassen sich nicht mehr aus dem Schlick herausziehen - und so kommt es wie es kommen muss. Beim Versuch sich zu befreien fällt sie hinterrücks in den Matsch (also von wegen trocken). Die Kamera wird heroisch hoch gehalten, damit zumindest sie matschfrei bleibt. Danach geht es am steinigeren Rand entlang zu den schönen Felsformationen. Später auf dem Campground ist dann eine ausgiebige Waschveranstaltung fällig.

Am nächsten Morgen dann ein völlig anderes Bild. Bei Sonnenschein fahren wir an ausgedehnten und schön verfärbten Blaubeer"feldern" vorbei in Richtung Cape Chignecto. Eine Wanderung führt uns zu verschiedenen Aussichtspunkten am Kap, von denen aus wir einen guten Überblick über die sehenswerte Küste haben. Außerhalb des Schutzgebiets finden wir einen Super Stellplatz an einem ausgedehnten Strand, wo wir direkt noch einen Strandspaziergang unternehmen. Abends ein schöner Sonnenuntergang.


Auf Nova Scotia folgt New Brunswick, wo wir über den Fundy Coastal Drive die Hopewell Rocks erreichen. Wir zahlen unseren Eintrittsobolus und laufen zu den Flowerpot-Felsen. Die Gezeiten sind günstig, es herrscht Ebbe, so dass wir zwischen den Felsen umherstreifen können, leider ist die Beleuchtung jetzt am Nachmittag fürs Fotografieren nicht optimal. Die Pilze, die wir weiter oben entdecken, sind allerdings gut beleuchtet.


Da wir direkt in der Nähe einen Übernachtungsplatz finden, beschließen wir, am nächsten Tag wiederzukommen. Noch einmal Eintritt müssen wir nicht zahlen, da das Ticket für zwei aufeinanderfolgende Tage gilt.

Um Punkt 9 am nächsten Morgen sind wir wieder da. Noch stehen die Felsen im Wasser, aber es ebbt heftig. Meter und Meter können wir weiter an die Felsen heran gelangen. Das Licht ist tatsächlich ein wenig besser, vor allem aber sind anders als gestern noch kaum Leute unterwegs, die ständig ins Bild laufen.


Auf der Weiterfahrt sehen wir die erste "covered bridge" - leider darf man bei dieser hier nicht mehr durchfahren. An der Küste schöne Leuchttürme. Die Strömung beim Wechsel der Gezeiten ist teilweise extrem.

Wir fahren raus zum Cape Enrage. Eine eindrucksvolle Küstenlandschaft, riesige Feuchtgebiete - den Eintrittspreis für den Endparkplatz sparen wir uns allerdings, sondern wählen die Bucht unterhalb.


Ein Stück vor dem Fundy Nationalpark bleiben wir oberhalb eines riesigen Strandes für heute. Wir nutzen die Gelegenheit, zu weiteren Räumaktionen, damit wir endlich fertig eingerichtet sind.

Am nächsten Morgen fahren wir im Fundy Nationalpark zunächst zum Pointe Wolfe. Die "covered bridge" wurde irrtümlich zerstört und deshalb 1992 originalgetreu wieder aufgebaut. Die kurze Wanderung zu den Dickson Falls lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen.


Danach mieten wir uns auf dem Headquarter Campground ein, genießen von hier oben den Blick auf den Ort Alma, laufen auch in den Ort hinunter. Der kleine Hafen ist ganz fotogen, die Lobster-Buden leider alle geschlossen, da derzeit anscheinend nicht gefischt wird. Aber trotzdem können wir unser Abendessen von einer Art Pommesbude mitnehmen: Lobster Rolls mit Fries - wirklich lecker.

Der Nationalpark ist nett, aber haut uns nicht wirklich um. Der Indian Summer lässt hier auch noch auf sich warten. So bleiben wir nicht länger, sondern machen uns auf den Weg Richtung Amiland. Unterwegs noch schöne Küste, ruhige Übernachtungsplätze. Kurz vor der Grenze sieht es mit der Laubverfärbung schon etwas besser aus. Lassen wir uns überraschen, was Maine uns bringen wird - aber zunächst einmal muss ja die Einreiseprozedur erfolgreich bewältigt werden.


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