Ein Kurzbesuch in South Carolina und Georgia

8. November 2015

South Carolina ist für uns eigentlich nur Durchgangsstation. Allerdings tanken wir beide Tanks voll, da Treibstoff in diesem Staat preiswerter ist. Außerdem wollen wir uns Charleston anschauen. Durch den morgendlichen Berufsverkehr mit Stau quälen wir uns in die Stadt hinein. Am Visitor Center sollen auch Wohnmobile gut parken können. Aber das im Reiseführer als soooo einfach beschriebene Parken ist dann eine Nummer für sich. Die Lady will uns nicht auf den Parkplatz lassen, sondern wir sollen in das Parkhaus fahren. Wir ins Parkhaus??? Mehrfach fahren wir immer wieder um den Block, bis wir endlich vor der richtigen Schranke stehen, und siehe da, die Einfahrt ist tatsächlich hoch genug für uns. Aber allein, die Ticket Machine will uns kein Ticket geben. Also will man uns wieder um den Block schicken, vor allem nennt man uns die PKW-Einfahrt, die für uns nun wirklich zu niedrig ist. Da bleiben wir lieber etwa eine halbe Stunde stehen, bis man aus hunderten von Schlüsseln den richtigen für die Schranke findet. Dann sind wir also nach einer knappen Stunde endlich im Parkhaus, wo sich im Erdgeschoss ausreichend große RV-Plätze befinden.

Wir schlendern durch die Straßen der Stadt. Sicher, es gibt ganz imposante Villen und Häuser, aber wir haben uns nach den gelesenen Berichten eigentlich mehr Atmosphäre versprochen. Am besten gefallen uns noch die Halloween-Dekorationen. Zuletzt finden wir noch eine kleinere Straße mit hübschen Häusern. Wenn wir nun im Nachhinein die Fotos betrachten, so vermitteln diese eigentlich einen netten Eindruck. Aber bei uns zumindest springt der Funke nicht über, und so fällt der Aufenthalt auch entsprechend kurz aus.


Von Charleston aus fahren wir in den Hunting Island State Park an der Küste. Auf dem Campground ist mehr Betrieb als erwartet, aber wir erhalten noch einen schönen Platz mit Strandzugang. Das Wetter ist nicht so toll, aber das soll morgen oder übermorgen besser werden. Nachts gießt es in Strömen. Am nächsten Morgen sehen wir dann bei einem Blick aus unserer Tür Wasser auf den Platz strömen. Der heftige Regen in Verbindung mit drückender Flut sorgen dafür, dass große Teile des Campgrounds innerhalb von Minuten knietief unter Wasser stehen. Schnell den MAN in Sicherheit gebracht, andere sind nicht ganz so flott. Gottseidank erhalten wir einen großzügigen anderen Stellplatz - lediglich der Strandzugang fehlt. Und weiter hinten im Wald ist auch die Mückendichte deutlich höher! Am nächsten Morgen nutzen wir die Wetterbesserung zu einem ausgiebigen Strandspaziergang.


Wir verlassen South Carolina und sind nun in Georgia. Am Wegesrand ein Schild - Savannah National Wildlife Refuge. Es gibt einen Wildlife Drive, und den lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir fahren durch eine bizarre Baumlandschaft, über und über behangen mit Spanish Moss. Außerdem sehen wir Anhingas, Alligatoren, Schlangen.

Als Standort für den Stadtbesuch von Savannah haben wir uns für den Skidaway State Park mit seinen großen Plätzen in schöner Landschaft entschieden. Wir können nur eine Nacht bleiben, da der Park ab dem nächsten Tag voll ausgebucht ist. So entfällt der mögliche Shuttle in die Stadt hinein, und wir werden morgen mit dem MAN nach Downtown fahren.


Die Zufahrt in die Stadt ist viel stressfreier als die nach Charleston. Und Parkplatz gibt es am Visitor Center auch in ausreichender Menge und Größe. Uns gefällt Savannah deutlich besser, wir bummeln durch die Straßen, die vielen kleinen Parks und am Ufer des Flusses entlang.


Das Halloween-Wochenende naht, und so verlassen wir die Küste, um dem Rummel zu entgehen. Es geht zum Okefenokee Swamp. Freies Übernachten ist auch hier leider nicht erlaubt, aber der Campground hat schöne Stellplätze und ist auch nur leicht belegt. Eine Randbemerkung zum Übernachten - wir mögen eigentlich keine Campgrounds, stehen viel lieber auf freien Stellplätzen. Aber da wo freies Übernachten in annehmbarer Umgebung nicht ohne weiteres möglich ist, beißen wir halt in den sauren Apfel und mieten uns auf landschaftlich schön gelegenen Campgrounds ein, wo wir draußen sitzen können, unbesorgt ein Glas Wein trinken können, ein Lagerfeuer und häufig sogar Tierbeobachtungen möglich sind.


Der Okefenokee Swamp gefällt uns ausgesprochen gut. Wir mieten uns ein kleines Motorboot und fahren stundenlang durch die überaus fotogene Zypressenlandschaft. Die zahlreichen Alligatoren sind teilweise nur schwer zu entdecken, aber wir sichten immer weitere, teils stattliche Exemplare. Vögel hingegen kriegen wir nur in geringerer Zahl zu sehen.

Vom Okefenokee Swamp ist es nicht mehr weit nach Florida, das wir nach kurzer Fahrt erreichen. Doch darüber mehr im nächsten Bericht.

Weiter geht es mit Florida Teil 1 - Technik und Wildlife


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