Florida Teil 1 - Technik und Wildlife

21. November 2015

Für die ersten Tage in Florida finden wir zwei gute Stellplätze im National Forest und genießen nach den Campgrounds die Ruhe und Einsamkeit.


Danach wollen wir uns um die schlecht funktionierende Telefon-/Internetkarte von AT&T kümmern, verbringen endlose Stunden in verschiedenen AT&T Shops. Erstes Ergebnis: Es funktioniert gar nichts mehr, also keine Besserung, sondern der "worst case". Im dritten Laden kriegt man es zwar dann wieder ans "Laufen", aber die Internet-Geschwindigkeit ist so schnell, dass man beim Aufrufen einer Seite erst einmal Kaffee kochen, teilweise auch trinken kann, bevor es dann endlich weitergeht. Telefonate sind jetzt anders als vorher äußerst mühselig, da abgehackt und immer wieder abbrechend. Und dann meint die Dame des Technical Supports, mit der Christine in Schweiß gebadet in Kontakt ist, auch noch, es müsse an unserem europäischen Telefon liegen. Ach ja, dabei es ist eine amerikanische Marke, ein CAT-Phone (Caterpillar)! Mit jeder anderen SIM-Karte funktioniert unser Quad-band-Telefon einwandfrei, zumindest das Telefonieren hat ja auch hier zuvor funktioniert. Wir haben den Eindruck, dass das Personal zwar sehr freundlich ist, aber eigentlich nur wenig Ahnung hat. So hat beispielsweise einer der "Experten" noch nicht einmal eine Idee, was eine APN sein könnte. Schreiben wir also einfach den ganzen Mist und das rausgeschmissene Geld ab und verlängern nicht! Erstaunlicherweise kriegen wir danach aber täglich zwei bis drei Werbe-SMS von AT&T, wir sollen doch bitte verlängern. Sonst funktioniert nichts - ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Dann heißt es aber "Auf ins Gewühl". Wir mieten uns für drei Tage auf dem ruhigen Jetty Park Campground ein, der relativ günstig für unser nächstes Vorhaben gelegen ist. Das Kennedy Space Center auf Merritt Island steht auf dem Programm. Morgens früh kurz vor der Öffnungszeit sind wir am Eingang; es gibt noch keine Schlange für den Ticketkauf, lediglich vor der Sicherheitskontrolle staut es sich für wenige Minuten. Aber insgesamt ist Gottseidank viel weniger los als befürchtet.

Wir starten im Rocket Garden direkt hinter dem Eingang. Hier kann man die unterschiedlichsten Raketen bestaunen.

Danach nehmen wir die erste Bustour des Morgens. Die Tour führt über das NASA-Gelände, vorbei an der Montagehalle und Abschussrampen.

Am Apollo/Saturn V Center kann man die Fahrt unterbrechen. In einer eindrucksvollen Multimedia-Show wird man über die Apollo-Missionen informiert, dabei durch verschiedene Räume, u.a. einem Launch Control Center geschleust, bevor sich dann das Tor zur Halle mit der riesigen Saturn V öffnet.


Zurück am Visitor Center Komplex dann gleich ein weiteres Highlight - das Space Shuttle Atlantis. Auch hier zunächst eine gewaltige Multimedia-Show, bevor man dann staunend vor dem Shuttle stehen kann. Ein Riesenteil - so groß haben wir uns das Shuttle nicht vorgestellt.


Im IMAX Filmtheater schauen wir uns den 3D-Film "Hubble" an - und sind auch davon völlig begeistert. Tief beeindruckt verlassen wir am späten Nachmittag den Komplex. Ein absolutes Highlight, das man auf keinen Fall auslassen sollte. Und jetzt glauben wir nach den miesen Erfahrungen mit AT&T auch wieder, dass die Amis doch auf dem Mond waren.

Merritt Island hat aber auch noch eine gänzlich andere Seite. Große Teile der Insel stehen als Merritt Island National Wildlife Refuge unter Naturschutz. Hinzu kommt das Cape Canaveral National Seashore. Wir erleben hier im Gebiet eine vielfältige Vogelwelt.


Zunächst fahren wir dann weiter auf der A1A auf den Barriere-Inseln nach Süden. Aber überall das gleiche Bild - alles ist zugebabelt, es herrscht viel Verkehr. So verlassen wir die Inseln und fahren weiter im Landesinneren Richtung Süden. Da gerade Jagdsaison ist, dürfen wir am schönen kleinen See leider nicht bleiben.


Aber trotzdem finden wir dann ein verstecktes und deshalb unbekanntes Kleinod am Blue Cypress Lake. In schöner Umgebung verbringen wir hier einige Tage mit Naturbeobachtungen, beispielsweise flattern ständig schöne Schmetterlinge umher. Die Vogelwelt ist reich vertreten: unzählige Geier, Ibisse, Reiher. Besonders die Limpkins haben es uns angetan, die nahe bei unserem Stellplatz nach ihrer Lieblingsspeise, den Apple Snails suchen.


Der Lake Okeechobee ist im Vergleich zu "unserem" schönen See eher langweilig, aber Anhingas und Eidechsen lassen uns auch hier zu Fotostopps anhalten.

Wir wollen in den Everglades Nationalpark, hier einige Tage verbringen, das Boot aufbauen und ausgiebige Bootstouren unternehmen. Aber das kommt dann leider ganz anders. Unser Aufenthalt ist nur ein sehr kurzer. Lediglich der Flamingo Campground ganz im Süden ist geöffnet, dort ist auch anders als sonst hier überall nicht viel los. Aber es ist nicht auszuhalten. Dabei meinen wir gar nicht die unerträgliche Hitze, die uns nun schon die ganze Zeit begleitet. Da es auch nachts kaum abkühlt, ist es nicht sehr angenehm. Nein - Millionen von Mücken. Wir sind wirklich nicht empfindlich in dieser Beziehung, auch einiges gewöhnt, aber das ist unerträglich. So wie man das Fahrzeug verlässt, stürzen sich unzählige Stechviecher auf einen. So aggressive Viecher haben wir selbst im schlimmsten Fall im Dreiländereck in Skandinavien und in Alaska nicht erlebt. Mücken haben wir hier bisher eigentlich überall gehabt, aber anderswo ist es bisher so, dass man tagsüber relativ Ruhe vor den Biestern hat, allerdings muss man sich dann spätestens bei Sonnenuntergang ins aufgeheizte Fahrzeug verziehen. Hier hingegen gibt es auch tagsüber keine Ruhe. Die Viecher finden jede auch noch so kleine Stelle, die nicht mit dem überaus giftigen Einsprühzeug in Berührung gekommen ist. Kleidung ist keinerlei Hindernis. Das macht absolut keinen Spaß. Also fahren wir am nächsten Morgen wieder ab.


Erstaunlicherweise wird die Situation besser je weiter wir uns vom Meer entfernen. So können wir dick eingenebelt zumindest noch ab und an aussteigen, Landschaft und schöne Blumen am Wegesrand fotografieren.

Außerdem laufen wir noch den Anhinga Trail im Norden des Nationalparks und sehen natürlich Anhingas, auch andere Vögel und Alligatoren.

Mit Verlassen des Nationalparks halten sich dann die Moskitos wieder an die Regel, und wir werden noch schöne Tage verbringen. Doch das erfahrt Ihr dann im nächsten Bericht.


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