Südliches Kalifornien

24. Januar 2013

Die Kontrollstation an der "Grenze" nach Kalifornien (Agricultural Checkpoint = Obst und Pflanzen dürfen nicht nach Kalifornien hinein!) passieren wir ohne Probleme. Ein kurzer Stopp, man hat eigentlich nur Interesse für unseren MAN, dann kann es weitergehen. Schon bald verlassen wir die Interstate und fahren in Richtung auf die weithin sichtbaren Imperial Sand Dunes. An der Strecke Tumco, eine ehemalige Goldgräbersiedlung.

Eigentlich wollen wir Silvester in den Sanddünen der Imperial Sand Dunes Recreation Area verbringen. Aber als wir Glamis erreichen, boxt hier sprichwörtlich der Pabst. Es findet das Razor Camp von Polaris statt, tausende Womos und anscheinend noch mehr Knatterkisten, Quads etc. stehen hier herum bzw. sind im Sand unterwegs.

Das ist uns viel zu unruhig, deshalb fahren wir die 78 ein Stück zurück. Eine dirt road führt uns zu einem schönen, vor allem aber ruhigem Stellplatz für unsere Silvesterfeier. Zunächst sitzen wir noch am Lagerfeuer, aber bald wird es uns zu kühl, zumal ich (Christine) anscheinend nicht gesund bin. Aber trotz starker Schmerzen und Fieber verbringen wir einen gemütlichen Silvesterabend mit Rosemarie und Harald.

Am nächsten Morgen bietet das Dünengebiet einen schauerlichen Anblick - alles zerfahren. Welch ein Gegensatz auf der anderen Straßenseite, die für die Offroader gesperrt ist.

Auf dem Weg zum Anza Borrego Desert State Park machen wir einen Abstecher zum Sonny Bono Salton Sea National Wildlife Refuge. Unzählige Vögel sind zu sehen: Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Schneegänse, Long-billed Dowitcher, und, und, und. Für unseren alten Bericht zum Gebiet hier klicken:

Im Anza Borrego Desert State Park verbringen wir die nächsten zwei Wochen an unterschiedlichen, aber immer schönen freien Stellplätzen. Eine riesige Tarantel ist natürlich ein willkommenes Fotomotiv. Auch ein Koyote lässt sich blicken. Insgesamt bietet der State Park aber einen völlig anderen Anblick als bei unserem Besuch Weihnachten 2009 (siehe hier), alles ist viel trockener. Auch ist es insgesamt deutlich kühler mit großen Temperaturschwankungen (16 - 18 °C im Schnitt, aber es gibt auch Tage mit 25 °C, 2-3 kühle Tage mit nur 12 °C). Der eine Nachmittag und die eine Nacht mit Regen lassen uns hoffen: vielleicht klappt es ja doch noch mit der Frühjahrsblüte, wenn wir aus Mexico zurückkehren (?). 2010 hatten wir hier im Gebiet eine tolle Blüte! Hier klicken!

Außer Relaxen unternehmen wir zunächst nur sehr wenig, da erst einmal Auskurieren angesagt ist - und das dauert leider einige Zeit. Gelegentlich fahren wir nach Borrego Springs, da es hier im Ort gutes Internet gibt. Unsere in Deutschland abgeschlossene Versicherung für den MAN läuft bald aus und wir bemühen uns um eine amerikanische Versicherung, was uns nach einigem Hin und Her dann glücklicherweise auch gelingt. Außerdem besorgen wir uns die für Mexico zusätzlich erforderliche Haftpflichtversicherung. Der Ort bietet außerdem die Gelegenheit für einen Zahnarztbesuch, um einen abgebrochenen Zahn in Ordnung zu bringen. Ärgerlich ist hier allerdings der seitenlange Fragebogen, der vorab auszufüllen ist. Fragen nach Rasse, ethnischer Herkunft etc. erstaunen uns schon sehr. Die Auskunft über unsere Einkünfte verweigern wir schlichtweg. Ansonsten kann man nicht meckern, es verläuft alles sehr freundlich und professionell. Für die zu berappenden 35 Dollar nimmt bei uns kein Zahnarzt auch nur irgendein Gerät in die Hand.

Als die Gesundheit wieder mitmacht, unternehmen wir dann auch einige Wanderungen. Der Slot Canyon hier im Gebiet kann zwar mit den Slots in Utah (Utah 1) und Arizona (Grenzbereich Utah - Arizona) nicht mithalten, ist aber trotzdem ganz sehenswert.

Natürlich wandern wir auch in den Palm Canyon und haben Glück. Wir sehen zahlreiche Dickhornschafe. Wer Fotos von Dickhornschafen sehen will, die einen Fasskaktus genüsslich verspeisen, kann das auf unserer zweiten Website tun.

Im Bereich des Blair Valley schauen wir uns die Petroglyphen an.

Im gesamten Gebiet des State Parks gibt es unzählige schöne Kakteen unterschiedlichster Arten. Außerdem blühen trotz der Trockenheit einige Pflanzen, die Kolibris und Schmetterlinge in großer Zahl anlocken.

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Many_headed_Barrel
Sonora_Barrel_Cactus_02
Chollas_02
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Chollas
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Zwischendurch unternehmen wir auch noch einmal einen Abstecher zum Sonny Bono Salton Sea National Wildlife Refuge. Neben den zu Beginn des Berichts erwähnten Vögeln sehen wir zahlreiche kleinere Vögel, Kolibris, Ibis, eine Schleiereule und dank der präzisen Angaben der Volunteers im Visitor Center sogar eine kleine Kanincheneule.

Wir wollen unbedingt den Baja California Almanac (guter Straßenatlas für das Gebiet) haben. Selbst über Amazon ist er nicht zu bekommen. So suchen wir jetzt hier in Brawley, Yuma, El Centro danach oder zumindest nach einer guten anderen Karte. Aber gefehlt - keine Chance. Wir wissen, dass es ihn in San Diego beim Discover Baja Traveler Club gibt. So machen wir uns über die 78 und 79 auf den Weg nach San Diego. Entlang der Strecke zahlreiche wilde Truthähne - die Balz hat anscheinend schon begonnen. Der weitere Verlauf der Strecke erinnert uns an Griechenland oder Sardinien.

Im Traveler Club in San Diego ist die neue Auflage des Almanac zwar noch nicht eingetroffen, aber die netten Mitarbeiter kramen ein Restexemplar aus irgendwelchen Regalen. Außerdem erstehen wir den guten und hilfreichen Traveler's Guide to Camping Mexico's Baja sowie als Übersichtskarte die ITM Baja California. Hier hätten wir übrigens auch eine günstige Versicherung für Mexico erhalten können. Und - wenn wir es vorher gewusst hätten - hätten wir uns die Einreise nach Mexico hier erleichtern können - doch darüber mehr im nächsten Bericht zur Baja California.

Die letzte Nacht vor dem Grenzübergang verbringen wir in unmittelbarer Grenznähe in Petrero (wir wollen nicht über Tijuana, sondern über Tecate einreisen) auf dem Campground des County Parks. Dieser ist recht nett gelegen, vor allem abseits der Straße, aber die 27 Dollar Gebühr finden wir schon ganz schön hoch. Es ist quasi nichts los, und so verbringen wir eine ruhige Nacht, bevor wir uns auf den Weg zu neuen Abenteuern machen.


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Zu diesem Gebiet gibt es mittlerweile auch noch einen neueren Reisebericht aus 2016:

It never rains in Southern California


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Richtung Heimat -

die Rückverschiffung

09. August 2018

 

 Auf der Grande Brasile schippern wir

und der MAN zurück nach Europa.

 

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Uruguay 2:

Am Rio de la Plata

13. Juli 2018

 

Vor der Verschiffung verbringen wir noch einige Zeit an schönen Plätzen am

Rio de la Plata.

 

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Uruguay 1: Atlantikküste

02. Juli 2018

 

Die Zeit bis zur Rückverschiffung werden wir in Uruguay verbringen. Zuerst geht es entlang der schönen Atlantikküste.

  

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