Durch die Wüsten Kaliforniens - von Anza Borrego bis Mojave

Auf der Suche nach der Frühjahrsblüte

12. April 2013

Zurück von unserem Abstecher zu den See-Elefanten verbringen wir zum wiederholten Male einige Tage im Anza Borrego Desert State Park (siehe auch Südliches Kalifornien). Hier treffen wir gute Bekannte aus Deutschland, Brigitte und Fritz, mit denen wir einige schöne Tage verbringen. Wie erwartet fällt die spektakuläre Frühjahrsblüte aus - wer sehen möchte, wie es bei einer wirklich spektakulären Blüte aussehen kann, sollte unseren Bericht aus 2010 hierzu anschauen - aber die Ocotillos blühen, an Straßenrändern und vor allem in den Canyons entdeckt man trotzdem eine Vielzahl an Wildblumen. Die Kakteen sind voller Knospen, einige wenige blühen bereits.

Keine Blumen, dafür aber eine beeindruckende Badland-Landschaft sieht man vom Font's Point, den man auf einer sandigen Piste erreicht.

Da es sehr heiß und windig ist, machen wir einen Abstecher in höhere und deshalb kühlere Gefilde. Das Culp Valley gefällt uns sehr gut, man könnte hier auch übernachten. Angesichts des Wochenendes ist allerdings viel Betrieb, so dass wir davon Abstand nehmen.

Rings um den Ort Borrego Springs hat sich ein metallverarbeitender Künstler ausgetobt und dabei einige wirklich sehr beeindruckende Werke geschaffen. Die Schlange, die wir fast überfahren hätten, interessiert sich dafür nicht, sie genießt die Wärme des Asphalts.

Borrego Springs ist eine Oase mit Palmen und ausgedehnten Orangenplantagen. An einem Verkaufsstand erstehen wir für kleines Geld viel Vitamin C: die Tangelos und die Ruby Red Grapefruits sind wirklich s e h r, s e h r lecker.

So gerüstet machen wir uns auf den Weg zum Joshua Tree National Park. Wir fahren durch den schönen Box Canyon. Von der Box Canyon Road zweigt eine "dirt road" in den Painted Canyon ab, ein Abstecher, den man sich nicht entgehen lassen sollte. In den Washes viele Blumen, sehr beeindruckend auch die blühenden Blue Palo Verde.

Bevor wir dann in den Nationalpark fahren, besichtigen wir auch noch das recht chaotische General Patton Memorial Museum - muss man nicht unbedingt gesehen haben! Sehr viel interessanter die dann folgende Beobachtung: An unserem freien Stellplatz südlich des Nationalparks entdecken wir eine der seltenen Wüstenschildkröten.

In einem Wash vor Cottonwood im Joshua Tree National Park blühen einige kleinere Blumen, vor allem aber solche Mengen an Chuparosas, wie wir es noch nie gesehen haben. Im Cottonwood-Gebiet dann tolle blühende Mojave Yuccas.

Aufgrund einer Großbaustelle ist das Gebiet um Ocotillo Patch und Cholla Cactus Garden leider nicht zugänglich. Allerdings haben hier die Ocotillos anders als im Anza Borrego weder Blätter noch Blüten, also kein wirklicher Verlust! Wir verbringen eine Nacht auf "public land" nördlich des Parks. Unter einem Busch hält eine Klapperschlange ihren Tagesschlaf. Nachdem wir unsere Vorräte in 29 Palms wieder einmal aufgestockt haben, belegen wir auf dem kleinen Belle Campground zwei Plätze, da unsere Freunde Ute und Jürgen, die für einige Wochen in einem Mietcamper im Südwesten unterwegs sind, am späten Nachmittag eintreffen werden. Im Park herrscht viel Betrieb, spätestens am Mittag sind die Campgrounds "full". Der von uns gewählte kleine Campground ist auch deshalb eine gute Wahl. Natürlich haben wir uns viel zu erzählen, da wir uns seit fast einem dreiviertel Jahr nicht gesehen haben. Wir verbringen gemeinsam einige schöne Lagerfeuerabende. Vom Campground aus unternehmen wir mehrere Abstecher. Neuland für uns ist die Piste zum Eureka Peak und Covington Flat Gebiet. Hier befinden sich einige der ältesten und größten Joshua Trees. Auch sie stehen teilweise in voller Blüte.

Das Wetter ändert sich, war es bisher schön warm, so kühlt es um etliche Grad ab, dazu kommt ein starker Wind. Wir fahren noch einmal die Geology Tour Road, Joshua Trees und Yuccas blühen, sonst nichts. Aber trotz der Abkühlung lässt sich zumindest ein Chuckwalla sehen. Beim letzten Mal waren es allerdings deutlich mehr (LINK). Außerdem wandern wir den Split Rock Trail.

Nach einigen Tagen verabschieden wir uns von Ute und Jürgen, die in südliche Richtung fahren, wohingegen wir nach Norden zum Mojave National Preserve aufbrechen. Auf der Strecke der Bristol Dry Lake mit Salzformationen, die eigentlich sogar schöner sind als die bei Badwater im Death Valley. Ein kurzer Abstecher bringt uns außerdem zum Amboy Crater. Die aufgeheizte Lava ist Tummelplatz für zahlreiche Echsen. Im Sand um die Lava herum interessante Blumen. Schaut euch unser Beispiel an, der Name erklärt sich von selbst.

Entlang der Kelbaker Road viele Blumen. Wir übernachten mit schöner Aussicht, bevor wir zu den Kelso Dunes fahren. Es ist wieder sehr warm, also legen wir einen Ruhetag ein. Im Sand einige Blumen, außerdem auch hier wieder zahlreiche Eidechsen.

Über das Visitor Center und die Kelso - Cima Road steuern wir als nächstes das Hole in the Wall Gebiet an. An unserem Stellplatz an der Wild Horse Canyon Road ein wunderschöner Kakteengarten, leider blühen sie noch nicht. Die Blütenstände der Banana Yuccas sind zwar schon recht weit entwickelt, aber leider auch noch geschlossen. Aber die Mojave Yuccas haben teilweise sehr imposante Blütenstände.

Erstaunlicherweise finden wir aber in höheren Lagen an unserem nächsten Ziel an der Cima Road inmitten der ausgedehnten Joshua Tree Wälder auch blühende Kakteen. Erstaunlicherweise gibt es die größten Joshua Tree Vorkommen nicht im Joshua Tree National Park, sondern hier im Cima-Bereich.

Zu guter Letzt verbringen wir mehrere Nächte im Gebiet der Cinder Cones. Auf dem Weg dorthin wieder zahlreiche Blümchen. Speziell in den Washes ein regelrechter Blütenteppich - von allerdings teilweise sehr kleinen Blumen. Es ist wieder sehr warm, der scheußliche Wind hat sich wieder gelegt. An unserem schönen Platz mit eigenem "Vorgarten" entgehen wir dem Trubel der Ostertage, um uns herum zahlreiche Chuckwallas und Eidechsen.

Über den Old Spanish Trail geht es nach Pahrump in Nevada, um unsere Vorräte mal wieder zu ergänzen, vor allem aber, um die Tanks mit preiswerterem Diesel als in Kalifornien zu füllen, bevor es dann für längere Zeit ins Death Valley geht. Darüber mehr im nächsten Bericht!

Wenn ihr an weiteren Bildern von typischen Blumen der Mojave-Wüste interessiert seid: es gibt unter Diashows eine Bildergalerie hierzu: Wildblumen der Mojave Wüste


Weiter geht es mit Death Valley und Ziele in der Umgebung


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Zum Mojave National Preserve gibt es auch noch einen neueren Bericht:

Durch die Mojave-Wüste - diesmal sogar mit Schnee


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