Death Valley und Umgebung

19. April 2013

Auf der Anfahrt in den Nationalpark sehen wir durchaus vereinzelte Blumen, aber es ist absolut kein Vergleich mit 2010. Schaut euch einmal die beiden letzten Aufnahmen an, sie entstanden an der 178 von Shoshone aus kommend an der Abfahrt hinunter ins Tal. Links das Foto aus 2010, rechts das aus diesem Jahr. Welch ein Unterschied! Damals waren ganze Flächen mit Wildblumen übersät, jetzt herrscht hier überwiegend Kahlheit. Mehr Bilder zur Frühjahrsblüte in 2010 findet ihr unter dem folgenden LINK.

Die ersten Nächte verbringen wir an uns bereits bekannten Stellen an der Warm Springs Canyon Road sowie an der Echo Canyon Road, unternehmen Ausflüge nach Badwater, Devil's Golf Course, fahren den schönen Artist Drive. Natürlich dürfen auch Zabriskie Point, der 20 Mule Team Canyon und Dante's View nicht fehlen.

MAN_Death_Valley
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MAN_Death_Valley
Artists_Drive_03
20_Mule_Team_Canyon_01
20_Mule_Team_Canyon_02
Dantes_View
Echo_Canyon_03

Der Salt Creek führt anders als letztes Mal reichlich Wasser, in dem sich zahlreiche der seltenen Pupfische tummeln. Und überall das gleiche Bild - da wo der Große Wagen abgestellt ist, versammeln sich die Leute, schauen, staunen, fotografieren.

Natürlich sehen wir Kakteen, und dann entdecken wir doch noch eine Reihe an Blumen, allerdings muss man hierzu in die Canyons und ihre Washes hinein wandern oder fahren.

Die Death Valley Backcountry Roads Broschüre (erhältlich im Visitor Center) hilft uns dabei, einige uns bisher nicht bekannte Ziele zu finden. Sie enthält außerdem auch Informationen zum freien Backcountry Camping. Weitere Ziele, die wir diesmal nicht besucht haben, findet ihr unter dem folgenden LINK.

Im sehr schönen Hole in the Wall Canyon - die Piste hierhin führt auf langer Strecke durch einen Wash - finden wir ansatzweise sogar eine tolle Frühjahrsblüte vor.

Neu für uns ist auch die bis auf wenige Meilen asphaltierte Emigrant Canyon Road (Wildrose Road), die uns hoch hinaus in die Berge führt. Von der Straße führen Pisten zum Aguereberry Point sowie zu den imposanten Charcoal Kilns. Auf der Anfahrt zum Aguereberry Point Überreste der Eureka Mine. Die Aussicht vom Aguereberry Point ist eigentlich noch beeindruckender als die von Dante's View, leider ist die Sicht heute nicht besonders gut. Die Wildrose Charcoal Kilns - es gibt insgesamt 10 dieser Gebilde - wurden 1879 errichtet und genutzt, um Pinienholz zu Holzkohle zu verarbeiten - nicht zum Grillen, sondern zur Nutzung in einer nahegelegenen Mine. Sie waren lediglich drei Jahre in Betrieb und sind wohl auch deshalb sehr gut erhalten.

Wir übernachten mit eindrucksvoller Aussicht außerhalb des Nationalparks auf BLM-Land an der Piste zur Ballarat Ghost Town und fotografieren eine kleine Herde wilder Esel.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf nach Trona, allerdings nicht wegen des Ortes. Dieser macht auf uns trotz der dampfenden Mineral-Fabrik eher den Eindruck einer verfallenden Siedlung.

Ziel sind die Trona Pinnacles südlich von Trona, Drehort zahlreicher Science Fiction und Commercial- Filme. Diese einzigartige Landschaft besteht aus mehr als 500 "Pinnacles", die sich aus dem Bett eines ausgetrockneten Sees erheben. Ihre Entstehung ist vergleichbar mit der Entstehung der "Tufas" am Mono Lake. Der sehr stürmische Wind hält uns allerdings von dem eigentlich vorgesehenen längeren Aufenthalt ab. Ihr könnt einige weitere Fotos in unserem alten Bericht finden. Auch auf der Weiterfahrt nach Ridgecrest haben wir mit den Folgen dieses Windes zu tun, die Sicht ist teilweise extrem schlecht.

In Ridgecrest befindet sich eine "Wildhorse und Burro Facility", wo das BLM diejenigen wilden Pferde und Esel unterbringt, die eingefangen werden, um eine Überweidung der Gebiete zu verhindern. Diese Tiere werden zur Adoption angeboten.

Neuland für uns ist auch der südwestlich von Ridgecrest gelegene Red Rock Canyon State Park. Die schönsten Felsformationen befinden sich im Bereich des Ricardo Campgrounds (wir mögen keine Campgrounds, aber dieser ist wirklich schön) sowie auf einer recht abenteuerlichen Piste durch den Iron Canyon.

Die Fahrt über eine teilweise sehr holprige Sandpiste zum Overlook über den Last Chance Canyon hätten wir uns angesichts der schlechten Sicht schenken können. Bei anderen Wetterbedingungen, sprich weniger Wind, könnte es aber durchaus lohnend sein.

Nun wenden wir uns wieder nach Norden. Wir wollen noch einmal ins Death Valley. An der größtenteils vierspurig ausgebauten 395 bietet sich ein Mini-Abstecher über die Cinder Road zu den Fossil Falls an. Wie man sieht ist das Gebiet vulkanisch, es hat zahlreiche Eruptionen gegeben. Früher einmal floss durch das Tal der Owen River; nach einer Eruption wurde er aufgestaut, und so bildete sich eine Fallstufe - ein Wasserfall. Das Wasser des Flusses ist auch verantwortlich für die Auswaschungen im Basalt.

In Lone Pine besorgen wir uns im Visitor Center ein "fire permit". Dieses braucht man in Kalifornien, wenn man auf "public land" ein Lagerfeuer machen möchte. Westlich Lone Pine und zu Füßen des Mt. Whitney liegen die Alabama Hills, wie schon die Trona Pinnacles Drehort für zahlreiche Filme. Auch hier sind wir schon gewesen (LINK). Die fantastische Felslandschaft sowie die kleinen Steinbögen und die Sierra Nevada im Hintergrund bieten unzählige Fotomotive.

An unserem Abfahrtstag hängen tiefe Wolken über der Sierra Nevada. Über die Big Pine Road fahren wir wieder ins Death Valley hinein. Ziel sind diesmal die Eureka Dunes, die höchsten Dünen Kaliforniens. Hier im Gebiet darf man an ausgewiesenen Stellen frei übernachten. Zunächst wählen wir einen Platz relativ nah an den Dünen, unternehmen von hier aus frühmorgens, wenn es noch nicht so heiß ist, Wanderungen in das tolle Gebiet. Nicht nur zum Dünengebiet lohnt ein Blick, auch zur anderen Seite hin hat man eine schöne Aussicht auf bunt gefärbte Berge. Der Boden zeigt, dass es vor nicht allzulanger Zeit geregnet haben muss, sogar Blumen entdecken wir. Außerdem sehen wir auf den Dünen das endemische Dünengras (endemisch heißt es kommt nur hier vor).

Da wir wissen, dass hier am Wochenende durchaus mit vielen Campern zu rechnen ist, ziehen wir um zu einem etwas weiter entfernten Platz. Der Weg zu den Dünen ist zwar nun länger, aber die andere Perspektive bringt wieder neue Fotomotive.

Auch hier ereilt uns dann aber wieder der scheußliche Wind. Gut, dass wir jetzt weiter von den Dünen entfernt stehen, denn dort toben die "Sandteufel" und Sandstürme.

Nach einigen Tagen verlassen wir das Death Valley endgültig, unser Weg führt uns nun so langsam nordwärts. Alaska wartet!


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Zum Death Valley gibt es auch noch einen neueren Bericht von 2016:

Death Valley - Blumen im Winter


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