Zurück in Deutschland

September 2013

Nun sind wir also seit Ende August wieder daheim und versuchen, uns in den Alltag einzugewöhnen. Gar nicht so leicht!

Das Fahrzeug ist noch in Amerika, wird erst nach unserer Heimkehr verladen, da die amerikanischen Behörden verlangen, dass nach Ablieferung im Hafen mindestens fünf Werktage vergehen müssen, bevor eine Verladung erfolgen darf. Endlich legt die Atlantic Compass von ACL mit einem Tag Verspätung ab. Über die Schiffsverfolgung schauen wir uns regelmäßig an, wo Der Große Wagen sich befindet und haben den Eindruck, dass das Schiff irgendwelche Probleme hat. Immer wieder liegt es für Stunden irgendwo auf dem offenen Meer. Und so kommt es auch erst mit drei Tagen Verspätung - und dadurch ausgerechnet an einem Sonntag - in Antwerpen an. Die Vermutung mit den Problemen scheint sich zu bestätigen, denn anscheinend wird hier in Antwerpen alles ausgeladen (auch das Fahrzeug von Willi und Elisabeth, die eigentlich nach Hamburg verschiffen wollten, steht hier im Hafen). Die Atlantic Compass geht danach für längere Zeit ins Trockendock nach Dünkirchen.

Trotzdem können wir schon am nächsten Tag den MAN abholen, denn Herfurth Logistic hat wieder alles gut vorbereitet. Zunächst geht es zum Büro von Herfurth in der City von Antwerpen - am Hafen wäre es uns lieber! Von hier fährt ein Mitarbeiter mit uns in den Hafen zum Zoll. Dank der guten Vorbereitung ist die Abwicklung hier ruck zuck erledigt.

Weiter geht es zum Atlantic-Terminal, wo wir schon nach wenigen Minuten den Großen Wagen in Empfang nehmen können. Es ist alles OK, es gibt keine erkennbaren Schäden, nichts ist aufgebrochen, nichts scheint zu fehlen. Wir bringen die gesiegelten Nummernschilder wieder an, und nach ungefähr zweieinhalb Stunden ist der MAN wieder zu Hause. Wir sind schon sehr froh, dass er nun wieder in der Auffahrt steht - ohne ihn sah es doch ganz schön leer und fremd aus.

Wie schon beim letzten Mal hat sich auch diesmal wieder gezeigt, dass Antwerpen eine gute Wahl ist. Die Abwicklung ist unkompliziert, die Fahrt nach Antwerpen ist stressfreier als die nach Hamburg - und aus dem Westen Deutschlands ist die Anreise auch noch deutlich kürzer.

Nun steht zunächst einmal viel Arbeit an. Da wir insgesamt 13 Monate unterwegs waren, ist der Termin für die Haupt- und die Abgasuntersuchung beim TÜV seit Monaten überschritten. Wir haben deshalb einige Bedenken, aber Gottseidank klappt alles ohne Schwierigkeiten.

Im Wohnraum werden diverse Renovierungs- und Reparaturarbeiten erforderlich. Nach mehr als zwei vollen Jahren Dauernutzung und diversen kürzeren und längeren Urlauben gilt es, "Schönheitsreparaturen" z.B. in Form von Tapezierarbeiten vorzunehmen. Außerdem hat sich die Schiebetürkonstruktion an unseren Kleiderschränken nicht wirklich bewährt. Das Gfk "arbeitet" bei unterschiedlichen Temperaturen ganz schön, was immer wieder zum Verklemmen der Türen bzw. zum Herausspringen aus den Führungsschienen geführt hat - also werden die Schränke neu gebaut.

Unser "Schlafzimmer" erstrahlt in neuem Glanz, lediglich die Bilder an den Wänden fehlen noch. Weitere Renovierungsarbeiten im Innenraum werden folgen. Aber das hat etwas Zeit. Wichtiger sind die anstehenden technischen Arbeiten am Fahrgestell wie auch am Aufbau, um das Fahrzeug wieder reisefertig zu machen. Denn obwohl Christine schon seit geraumer Zeit erhebliche gesundheitliche Probleme hat, gehen wir ganz sicher davon aus, dass wir uns irgendwann wieder auf eine längere Tour begeben können.


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