An der Atlantikküste: Von Aglou Plage nach Tan Tan

4. November 2014

An der Küste gibt es zunächst einmal zwei "Ruhetage" auf einem Campground. Wir treffen Freunde aus Deutschland, abends wird vorzüglich gespeist.


Mit einem Sammeltaxi kann man von hier für 5 DH pro Person ins etwa 14 km entfernte Tiznit fahren. Der Souk gefällt uns ausgesprochen gut, es ist absolut nicht touristisch, das Warenangebot hervorragend. Also Gelegenheit zum Großeinkauf!

Mit zwei Fahrzeugen geht es weiter. Wir wollen eine Piste entlang des Plage Blanche fahren. Den Wochenmarkt in Sidi Ifni lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen, da wir nicht wissen, wann wir das nächste Mal einkaufen können.

Weit kommen wir am ersten Tag nicht. In einer schönen Bucht entdecken wir einen guten freien Stellplatz und bleiben erst einmal hier.


Auch am nächsten Tag geht es nur ein kleines Stück voran. Zunächst einmal schauen wir uns die Bucht von Foum Assaka an. Entlang der Strecke immer wieder von Euphorbien überzogene Hänge. Teilweise blühen die Wolfsmilchgewächse sogar.

Dann geht es ein Stück zurück und über eine Piste zum Camp Fort Bou Jerif. Dieses liegt in absoluter Einsamkeit mitten in der Wüste. Die Piste ist zwar ein wenig holprig, aber insgesamt noch recht gut zu fahren, zumal es trocken ist. Etwa einen Kilometer vor dem Camp liegen die Überreste eines alten französischen Forts aus den 1930er Jahren. Alleine streifen wir in den sehenswerten Ruinen umher.

Dann ist das Camp erreicht. Eine imposante Einfahrt und ein riesiges Walskelett begrüßen uns. Und - welch ein Luxus - es gibt einen Swimming Pool, der von uns bei den herrschenden hohen Temperaturen gerne für eine Abkühlung genutzt wird. Es muss vor einiger Zeit geregnet haben. Die bei Trockenheit blattlose Baumartige Wolfsmilch hat zarte grüne Blätter. Zahlreiche Haubenlerchen sind in der Gegend zu sehen.

Von hier aus startet die Piste zum Plage Blanche. Sie wird holpriger, enger, für die Sandbuggys kein Problem, aber wir müssen an einigen Stellen schon genauer hinschauen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit ist sehr gering. Die Landschaft ist ziemlich öde, aber einige "Highlights" gibt es doch zu sehen, wie beispielsweise Ruinen alter Lehmbauten und der Marabut in badlandartiger Landschaft.

Meist führt die Strecke durchs Landesinnere, aber ab und zu erreicht man auch schon einmal das Meer. Dann bieten sich Ausblicke auf eine schöne Steilküste.


Der eigentliche Plage Blanche ist erreicht. Der Anblick von oben ist zunächst sehr enttäuschend. Und um ihn zu erreichen, muss eine enge und steile Stelle bewältigt werden. Für den Landy, der vorüberfährt, kein Problem, aber unsere großen Fahrzeugen passen so gerade durch.

Wegen der ungünstigen Konstellation der Gezeiten ist eine Fahrt bis zum Qued Aoreora am Strand entlang leider nicht möglich, also bleibt nur die Piste oberhalb der Küste. Auf der Weiterfahrt sehen wir immer wieder Kamele, ab und an schön bewachsene kleine Dünen. Etwas problematisch ist die Querung des Oued Aoreora. Es geht steil und eng hinab und ebenso bergauf.

Wir erreichen wieder die Küste. Hier liegen die Ruinen des Fort Aoreora, ganz nett, allerdings längst nicht so sehenswert wie Fort Bou Jerif.

Hoch über dem Strand finden wir einen schönen Stellplatz für die Nacht, erleben einen eindrucksvollen Sonnenuntergang.


Der Blick auf die Küste ist ja ganz schön, die Landschaft oberhalb des Strandes allerdings total eintönig und öde. Ab und an Fischerhütten entlang des Weges - erstaunlich, wie einfach die Menschen hier leben. Wir erreichen das Cap Draa, der Blick auf die Draa-Mündung ist wieder eins der wenigen Highlights hier.

Eigentlich hatten wir gehofft, die weitere Strecke würde nun ein wenig schneller zu fahren sein, aber denkste! Langsam holpern wir über Wellblech, abgebrochene Felsplatten, extrem ausgekolkte Steigungen, nur selten einmal sandige Passagen (welche Wohltat nach der Holperei!!!). Grade 4 ist die Einstufung der Piste, das sagt alles.

Es ist extrem heiß, und so haben wir keine Lust, in der badlandartigen Landschaft am Ende der Strecke zu bleiben. Über Tan Tan fahren wir auf komfortabler Teerstraße zügig auf die andere Seite der Draa-Mündung. Hier legen wir erst einmal zwei Ruhetage ein. Nur einmal zieht der gefürchtete Küstennebel auf. Innerhalb weniger Minuten ist nichts mehr zu sehen, alles ist nass. Aber ansonsten haben wir Glück - meist ist die Sicht klar. Auch hier wieder fantastische Sonnenuntergänge.

Wir beschließen, die Küste wieder zu verlassen und zurück in den Anti Atlas zu fahren. Irgendwann in späteren Jahren werden wir sicherlich auch die Küste weiter südlich erkunden, aber jetzt wollen wir noch mehr der imposanten Landschaften sehen, die Marokko zu bieten hat. Über Tan Tan mit seinem anders gearteten "Stadttor" fahren wir nach Guelmim. Ein Truck unterwegs bereitet uns schon darauf vor, dass dort heute der Kamelmarkt stattfindet. Kamele gibt es dort zwar nur wenige, aber das Getümmel auf dem Markt ist schon sehr sehenswert.

Hier geht es weiter: Vom Anti Atlas durch den Hohen Atlas zurück nach Marrakech


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