Einkaufen in Argentinien und Chile

Auch in modernen Supermärkten stößt man beim Einkaufen immer wieder auf Gegebenheiten, mit denen man so zunächst einmal nicht gerechnet hat. Im folgenden einfach einmal eine Aufzählung.

 

Alkoholika

Sowohl in Argentinien als auch in Chile gibt es ein großes Sortiment.

Biere sind von guter Qualität, teilweise nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut und lecker. Leider ist Bier in beiden Ländern recht teuer, wird durch das kuriose Pfandsystem in Argentinien noch weiter verteuert.

Eigentlich finden wir es gut, dass eine Art Pfandsystem existiert. Aber dieses ist nicht einheitlich geregelt. Auf einige Sorten gibt es überhaupt kein Pfand (Aufdruck auf Flasche: "sin envase"). Bei den anderen heißt es "con envase". Versuche, die Flaschen dann zurückzugeben, scheitern daran, dass dies zumeist nur im gleichen Supermarkt möglich ist, in dem man gekauft hat. Für Reisende also sehr schwierig! Aber selbst im gleichen Markt geht es oft nicht so einfach. Beispiel: Carrefour in Puerto Madryn: "Haben Sie denn auch den Kassenzettel vom Kauf dabei? Ohne geht es leider nicht." Dann darf dieser auch nicht älter sein als ein paar Tage. Folge: Die Flaschen landen leider überall da, wo sie getrunken werden. So viele Flaschen und Scherben wie an Stellen, an denen Einheimische gerne zusammenkommen, haben wir selten irgendwo gesehen!

Bei der Kette La Anonima in Argentinien gibt es Pfandautomaten ähnlich denen bei uns. Man steckt die leeren Flaschen rein und bekommt einen Bon. Will man den dann an der Kasse einlösen, heißt es: "Wo ist denn die entsprechende Zahl neu gekaufter Flaschen?" Irgendwie beißt sich da die Katze in den Schwanz.

Von hervorragender Qualität sind sowohl die chilenischen, vor allem aber die argentinischen Weine (übrigens auch die aus Uruguay). Hier ist besonders die Rebsorte Malbec zu nennen. Für die Argentinier ist Wein "bebida nacional", wie wir auf jeder Flasche lesen können. Uns bekommen die argentinischen Rotweine besser als die chilenischen.

Den absoluten Billigwein kaufen wir nicht, sondern geben schon ein paar Pesos mehr für die Flasche aus. Aber es gibt regelmäßig Angebote, die den Preis deutlich senken. Bei La Anonima in Argentinien beispielsweise 25 % oder teilweise noch mehr Rabatt, anderswo 3 für 2, bedeutet: Man kauft drei Flaschen, zahlt aber nur zwei.

Hochprozentiges aus eigenem Land ist speziell in Argentinien erstaunlich preiswert. So gibt es durchaus brauchbaren Whiskey (z.B. The Breeder's Choice) und auch Cognac (Conac Anejo aus der Reserva San Juan). In Chile ist natürlich der Pisco zu nennen, z.B. Alto del Carmen aus dem Valle de Elqui.

Gemüseeinkauf

Das Einkaufen von Gemüse gestaltet sich teilweise als sehr schwierig. Einem guten Gemüsehändler würde das Aussehen und der Zustand des feilgebotenen Gemüses die Tränen in die Augen treiben. Die nachfolgenden Beispiele sind noch nicht einmal die schlimmsten. Oft trauen wir uns gar nicht Fotos zu machen.

                               

                               

Wir konnten schon häufig beobachten, dass bei vergammeltem Gemüse einfach das Vergammelte abgeschnitten wird und das Reststück dann zurückgelegt wird.

Der Fairness halber muss allerdings auch gesagt werden, dass es auch gutes Angebot gibt. Dies ist teilweise aber abhängig vom Wochentag, an dem man einkauft. Wenn gerade beispielsweise das Schiff/der LKW eingetroffen ist, ist die Auswahl größer und die Ware frisch. Drei  oder vier Tage später gibt es im gleichen Laden dann fast nichts mehr bzw. nur Vergammeltes.

 

Schlange stehen

Schlange stehen an der Kasse ist gerade in größeren Supermärkten relativ normal und wird mit stoischer Ruhe hingenommen. Die längste Zeit, die wir in einem Unimarc (in Puerto Natales) anstehen mussten, war eine geschlagene dreiviertel Stunde. (Von anderen Reisenden hörten wir sogar von eineinhalb Stunden). Vor uns ein Chilene mit gerade einmal drei Teilen. Auch er wartet diese 45 Minuten. Im Gespräch vermittelt er uns, dass das "normal" sei.

Das gilt im Übrigen auch für Post, Bank usw. Hier muss man meist eine Nummer ziehen und wartet dann geduldig, bis diese aufgerufen wird. Vom Straßenverkehrsamt beispielsweise kennen wir das aus Deutschland ja auch zur Genüge.

 

Verfallsdatum

Das Aussortieren von Waren mit Verfallsdatum, beispielsweise Frischfleisch wird teilweise nicht sehr genau genommen. Teilweise liegen schon längst abgelaufene Waren in der Theke. Wir brauchen beim Einkaufen deshalb häufig etwas länger, da wir hier sehr genau kontrollieren.

 

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