Südliches Patagonien

27. Oktober 2017

 

Nach Abfahrt aus Puerto Deseado ist bald die Ruta Nacional 3 erreicht. Diese ist teilweise mal wieder grottenschlecht - Spurrillen, die den Wagen hin- und herschlingern lassen. Besonders "schön" bei LKW-Gegenverkehr!

Da ist uns die Schotterstraße, die zu den versteinerten Bäumen im Bosques Petrificados National Monument führt, bedeutend lieber. Wir kommen zügig voran, sehen viele Guanakos rechts und links der Straße. Die Landschaft ändert sich dramatisch. Aus der langweiligen Pampa gelangen wir in eine Gegend mit schönen Bergen und interessanten Formationen.

 

 

 

Beim kleinen Besucherzentrum registrieren wir uns kostenlos, erhalten Informationen über die Entstehungsgeschichte und werden über korrektes Verhalten belehrt. Vor allem geht es darum, die markierten Wege nicht zu verlassen und natürlich nichts mitzunehmen. Dann dürfen wir auf den Rundwanderweg. In Nordamerika waren wir schon in deutlich größeren Gebieten mit versteinertem Holz, aber die Giganten, die hier herumliegen, beeindrucken uns auch.

 

 

Der Weg hinauf auf den Aussichtshügel gestaltet sich ein wenig schwierig. Der patagonische Wind gibt sich mal wieder große Mühe, und so haben wir Probleme, aufrecht stehen zu bleiben. Deshalb sind wir froh, als wir wieder ein wenig tiefer sind und damit etwas Windschutz haben. Hier können wir dann auch einige der vielen blühenden Pflanzen fotografieren.

 

 

Ganz alleine sind wir unterwegs gewesen. Im Kerngebiet selbst darf nicht übernachtet werden, aber ein Stück außerhalb der Parkgrenze finden wir einen passablen Platz. Der Wind hat sich ein wenig gelegt, so dass wir sogar draußen sitzen können. Sonst hätten wir die schöne große Eidechse, die zwischen den Büschen umher huscht, wohl kaum gesehen. Die vielen Maras, die wir sichten, sind allerdings für Fotos ein wenig zu weit entfernt.

Nach einer ruhigen Nacht - wir hatten ja auf einen Puma gehofft, aber der ist nicht vorbei gekommen - fahren wir zurück zur Ruta 3 und weiter südlich bis in die Gegend bei San Julian zum Circuito Costero. Die ausgekolkte Piste, die uns von Norden her zur Küste bringt, dürfte bei Regen große Probleme bereiten, aber im Moment ist es trocken, so dass wir auch eine steilere Zufahrt hinunter zu einem sandigen Plateau oberhalb der schönen Küste nehmen. Wir haben wieder Wäsche nach der "Tonnenmethode" gewaschen. Das Aufhängen gestaltet sich im heftigen Wind ein wenig schwierig, aber in der Sonne und bei dem Wind ist sie innerhalb kürzester Zeit trocken. Überall im Sand blühen Blumen, ein Nachtreiher lässt sich regelmäßig blicken.

 

 

Am nächsten Morgen suchen wir uns allerdings ein etwas windgeschützteres Plätzchen. Wie schade, dass überall so viel Abfall herumliegt. Zwar stehen Abfalltonnen bereit, aber es scheint viel mehr Spaß zu machen, den Abfall zwischen den Büschen zu entsorgen.

 

Viele Muscheln liegen herum. Peter macht einen Versuch mit der Angel. Nach fünf Würfen hat er vier Fische gefangen. Nun muss er aufhören - das reicht für ein leckeres Abendessen.

 

 

 

In San Julian schauen wir uns auch ein wenig um. Alte Autos, bunte Murales, der Nachbau des Magellanschiffes Nao Victoria.

 

 

 

Eigentlich wollen wir noch ein Stück weiter südlich in den Nationalpark Monte Leon, aber der ist geschlossen, da der viele Winterregen die Wege zerstört hat. Positive Nebeneffekte dessen sehen wir entlang der Ruta 3: Blühend sieht sogar die Pampa schön aus! Aber nun ändern wir unsere Pläne und fahren ein paar Tage früher als gedacht in die Andenregion. Die 288 ist zunächst noch asphaltiert. Wir kommen im Bereich des Rio Chalia an einem Schutzgebiet vorbei. Unzählige Magellangänse, aber auch andere Vögel sind zu beobachten.

 

 

 

Dann hört der Asphalt auf. Auf schlechter Schotterstraße, die großenteils eine Baustelle ist, fahren wir Richtung Osten. Wir sind froh, dass quasi kein Gegenverkehr herrscht. So können wir die bessere linke Spur nutzen. Bei Regen ist es hier sicher nicht lustig. Da wir langsam fahren müssen, gibt es auch noch die Möglichkeit, Pichi-Gürteltiere vor die Linse zu kriegen.

 

Am frühen Abend nähern wir uns dem Fitz-Roy-Massiv im Los Glaciares Nationalpark. Welch ein Gegensatz zur Pampa! Hier werden wir uns in der nächsten Zeit aufhalten.

 

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