Im Norden Argentiniens

15. April 2018

Morgens sind die Temperaturen im einstelligen Minusbereich. Wir sind früh an der Grenze zu Argentinien, die Abwicklung erfolgt freundlich und recht zügig. Nach einer kurzen Fahrzeugkontrolle - diese erfolgt eher nur zum Reinschauen - fahren wir durch die eintönige Puna-Hochebene. Wir sehen Lamas, viele Esel. Später durchfahren wir eine Schlucht mit großen Cardon-Kakteen.

 

 

Wir erreichen die Salinas Grandes, die auf etwa 3.500 m Höhe liegen. Hier ist es etwas touristisch, trotzdem ist es interessant, dem Salzgewinnungsbetrieb zuzuschauen. Die Strukturen der Salzkruste ergeben schöne Fotomotive.

 

 

 

Wir beschließen, noch etwas weiter zu fahren, um in noch geringerer Höhe zu übernachten. Aber zunächst geht es durch eine bunte Landschaft wieder hinauf bis auf 4.100 m. Danach bringen Serpentinen uns durch eine tolle Berg- und Kakteenlandschaft abwärts. In knapp 2.800 m Höhe bleiben wir für die Nacht.

 

 

 

Am nächsten Morgen steuern wir Purmamarca an. Der farbenprächtige Berg Siete Colores liegt leider im Nebel bzw. in den Wolken. Egal - dann fahren wir zuerst die Quebrada de Humahuaca nach Norden und kommen hier auf dem Rückweg wieder vorbei. Die Fahrt geht durch ein fruchtbares Tal mit schönen bunten Bergen. Die Chevronfalten bei Maimara liegen zwar auch unter einer dicken Wolkendecke, bieten aber trotzdem einen faszinierenden Anblick.

 

Im Ort Humahuaca kaufen wir auf dem Markt ein. Ein Bummel durch den netten Ort muss natürlich auch sein.

 

 

 

In der Nähe übernachten wir; abends regnet es heftig. Aber am nächsten Morgen reißt die Bewölkung allmählich auf. Auf dem Weg zurück nach Purmamarca noch ein Stopp im kleinen Ort Tilcara. Und selbstverständlich halten wir immer wieder an, um die Schlucht zu fotografieren. 

 

 

Der Blick auf den Cerro de Siete Colores ist heute deutlich besser als auf dem Hinweg. Allerdings sind wir später am Tag unterwegs und entsprechend viele Touristen sind an den Aussichtspunkten und auf dem Markt. Ach ja - hier sind selbst die Abfalleimer aus Kaktusholz.

 

 

 

Von hier aus fahren wir nach Süden. Salta lassen wir aus, fahren stattdessen die 68 und biegen auf die 33 ab, die durch die Cuesta del Obispo führt. Hier finden wir einen guten Platz für die Nacht direkt an einem kleinen Fluss.

 

Wir fahren weiter durch eine tolle Landschaft mit Blumen und vielen, vielen Kakteen. Bedingt durch das Osterwochenende ist allerdings viel los. Zu den zahlreichen PKW, die unterwegs sind, kommen etliche Busse, die sich einer nach dem anderen die Serpentinen hinauf quälen.

 

 

Erst nachdem wir auf die 42 abgebogen sind, lässt der Betrieb nach. Wir sind im Parque Nacional Los Cardones, so dass wir natürlich die namengebenden Kakteen sehen. Aber beeindruckend sind neben den teilweise riesigen Kakteen auch die Berge, die in den verschiedensten Rottönen gefärbt sind.

 

 

 

 

Wir suchen uns einen Platz, um die Ostertage "aussitzen" zu können. Unterwegs haben wir im schmucken Dorf Molinos noch einmal Gelegenheit, das offene WLAN für unsere Mails zu nutzen. Die RN 40 ist hier nicht asphaltiert, teilweise holpern wir recht langsam über mal mehr, mal weniger übles Wellblech. An einem Fluss werden wir fündig. Hier verbringen wir die Tage mit dem Oster-Ausflugsverkehr in Einsamkeit und Ruhe.

 

 

 

 

Danach wartet dann ein weiteres Highlight - die Quebrada de las Flechas (Pfeilschlucht) mit interessanten Formationen. Auch hier finden wir einen guten Platz am Fluss, entdecken Felsensittiche.

 

 

Nach den Ostertagen geht es weiter durch die Schlucht, die uns wirklich ausgesprochen gut gefällt. Lediglich die grottenschlechte Ruta 40 mit extremem Wellblech nervt gewaltig. Der arme MAN! In der Gegend von Cafayate freuen wir uns deshalb über die Asphaltstraße. Hier im Gebiet wird viel Wein angebaut. Apropos Wein, die Wellblech-Rüttelei hat eine Weinflasche im Stauraum zerlegt - eine längere Reinigungsaktion steht an.

 

 

 

 

Von Cafayate aus fahren wir wieder zurück nach Salta; diesmal führt der Weg uns durch die Schlucht Quebrada de las Conchas. Zunächst Gestein in warmen Rottönen. Hier finden wir auch einen ruhigen Platz in großartiger Umgebung. Beim Wandern durchs Gelände muss man ein wenig aufpassen - manche der Kakteen sieht man nur bei genauem Hinschauen.

 

 

 

Auf der weiteren Strecke immer wieder Fotostopps an interessanten Formationen. Wir erreichen den kleinen Ort Alemania - das Schild muss natürlich abgelichtet werden!

 

 

 

 

Ein Stück vor Salta bleiben wir an einem Stausee. Es ist sehr heiß, die Beißviecher machen den Aufenthalt draußen ein wenig zur Qual.

 

In Salta Großeinkauf, wir wollen noch einmal hinauf in die Berge. Die 51 führt Richtung Paso Sico. In schöner Kakteenlandschaft bleiben wir in der Quebrada de Toro zwecks Höhenanpassung erst einmal in etwa 2.000 m Höhe. Wir sehen viele Esel. Gegenüber ein Viadukt für den sogenannten Tren de las Nubes - eine Eisenbahn über die Anden, die gebaut wurde, um Salta mit den Minen im Hochland und dem chilenischen Hafen Antofagasta zu verbinden. Heute bringt der Zug nur noch an einigen Tagen Touristen hinauf in die Berge bis zum Viadukt la Polvorilla und danach zurück nach Salta.

 

 

Je höher wir kommen, desto bunter werden die Berge. Im winzigen Ort Santa Rosa gibt es eine kleine Kapelle und an einigen wenigen Ständen der einheimischen Frauen die Gelegenheit, Handgearbeitetes zu erstehen. Interessant auch der Friedhof etwas außerhalb.

 

 

Bald ist San Antonio de los Cobres in mehr als 3.700 m Höhe erreicht. An der Touristeninformation gibt es freies WLAN, die Kirche ist ganz sehenswert. Vor dieser findet gerade eine Veranstaltung mit Kindern statt. An der Bank die übliche lange Schlange - da muss man schon Zeit mitbringen.

 

 

 

 

Danach geht es auf staubigen Pisten weiter steil bergauf - bis auf nahezu 4.600 m. Unseren geplanten Abstecher nach Tolar Grande brechen wir ab, als das Wellblech immer schlimmer wird. Der MAN wird es uns danken!

Wir fahren wieder runter in geringere Höhen, trotzdem sind es noch mehr als 3.800 m an unserem Übernachtungsplatz. Auch die Strecke zum Viadukt la Polvorilla ist übelstes Wellblech - nein danke!

 

Wir fahren weiter nach unten, verbringen noch eine Nacht an "unserer" schönen Stelle in der Quebrada del Toro, bevor wir uns wieder nach Salta begeben. Von hier aus soll es in den argentinischen Chaco gehen.

 

 

 

Weiter geht es mit Durch den argentinischen Chaco nach Paraguay

 

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Zum zweiten Mal gehen wir auf einem Postschiff auf Nordlichtjagd.

Hier unser Bericht zu dieser Winterreise

nach Norwegen.

 

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