Auf nach Lappland
17. - 23. Februar 2026
Nachdem nun die technischen Probleme hoffentlich beseitigt sind verlassen wir nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet den guten Stellplatz und fahren auf der E75 nordwärts. Wir sind vorsichtig optimistisch, da der MAN gut angesprungen ist und problemlos läuft. Allerdings sind die Straßen ziemlich glatt, so dass wir vorsichtig fahren.


Bei Pyhäjärvi dann plötzlich eine interessante Sehenswürdigkeit direkt am Wegesrand – ein Glockenmuseum, bei dem die meisten Glocken aus Deutschland stammen.
Nach einer Übernachtung erreichen wir dann am nächsten Morgen recht früh Oulo, die Kulturhauptstadt des Jahres 2026. Hier macht Christine sich alleine auf einen Rundgang, Peter bleibt besser im warmen Fahrzeug und ruht sich aus. Zuerst geht es natürlich zur Markthalle, die sich als deutlich kleiner als erwartet herausstellt.






Vorbei an netten Holzhäusern führt der Weg Richtung Domkirche, die schon aus größerer Entfernung sichtbar ist. Ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut wurde sie nach einem Brand, der große Teile der Holzkonstruktion zerstörte, zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.



Auf dem Rückweg zum Parkplatz sind dann noch einige weitere imposante Gebäude zu sehen.



Bei schlechter Sicht und viel Verkehr geht es weiter Richtung Grenze. In Kemi tauschen wir beim Baumarkt Puuilo unsere finnische Gasflasche gegen eine volle, stellen dabei fest, dass sich das Auspuffendrohr gelöst hat und droht auf die vordere Kardanwelle zu schlagen. Nicht schon wieder! Es ist eisig kalt, Peter geht es immer noch nicht gut. So kann er sich nicht unter den Wagen legen. Aber Gottseidank finden wir mit Truck Kemin eine kleine LKW-Werkstatt, die uns das Rohr sogar kostenlos wieder befestigt. So viel sei aber gleich erwähnt, das wird nicht das letzte Mal sein, dass sich das Rohr löst!



Nach einem letzten Einkauf passieren wir die Grenze nach Schweden. Die Temperaturen sinken, so dass die Straßen nicht mehr ganz so rutschig sind. Bei Kalix schauen wir uns kurz die schöne Kirche an, bevor wir auf dem Stellplatz des Filipsborg Mansion in schöner Umgebung übernachten. Hier sind zwei Stellplätze geräumt, vor Ort ist niemand. Der Check-in erfolgt im Internet, nach Zahlung erhält man den Zugangscode für die Einrichtungen per Mail. Das klappt hervorragend. Eigentlich würden wir hier optimal für Nordlichtbeobachtung stehen, da wenig Fremdlicht und freie Sicht, aber es ist total bewölkt. Keine Chance.





Es ist noch kälter geworden, weiter geht es Richtung Gällivare. Wie bereits in Finnland regelmäßige Radarkästen am Straßenrand. Wiederholt muss Peter die Befestigung des Auspuffrohrs nachziehen.


Wir überqueren den Polarkreis. Die beiden Elche, die wir sehen, sind sehr fotoscheu und verschwinden schnell hinter den Bäumen, das Rentier lässt sich bei der Nahrungssuche nicht stören. Leider kann man nicht einfach anhalten um zu fotografieren, dafür ist zu viel Verkehr.

Die Rastplätze sind tief verschneit, meist nicht geräumt, so dass freies Übernachten schwierig ist. So steuern wir den hervorragend ausgestatteten Camping in Gällivare an, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

Am nächsten Morgen eine schöne Lichtstimmung, die leider bald wieder trüberem Wetter Platz macht. Noch ein kurzer Gang durch das direkt benachbarte kleine Freilichtmuseum. Bald setzt Schneegestöber ein, was die Weiterfahrt nicht so angenehm macht. Aber zumindest sind aufgrund der Kälte die Straßen nicht glatt, so dass wir recht zügig vorankommen.





In Kiruna machen wir vom recht ordentlichen Stadtcamping einen Spaziergang und schauen uns alte Holzhäuser an. Leider fängt es wieder an zu schneien und es bläst ein ekelhafter Wind. Also schnell zurück ins warme Zuhause.




Am nächsten Morgen ist endlich mal wieder richtig klares Wetter, natürlich aber knackig kalt. Wir fahren umher, suchen die Kirche. Da wo sie beim Gockel eingezeichnet ist, ist sie nicht mehr, was wir ja aus dem Fernsehen wissen. Sie ist ja komplett zu einem neuen Standort transportiert worden. Letztendlich finden wir sie dann neben dem großen Friedhof. Zugänglich ist sie noch nicht, wird wohl erst noch richtig wieder aufgebaut.




Danach geht es Richtung norwegische Grenze. An einem vereisten Fluss lohnt natürlich ein Fotostopp.
In großartiger Landschaft finden wir dann am Torneträsk endlich einmal einen freien Stellplatz, der zugänglich ist. Ohne Allrad käme man allerdings sicher nicht mehr zurück auf die Straße. Das Problem diesen Winter ist die große Schneemenge, so dass freie Plätze in der Regel nicht zugänglich sind. Selbst auf Rastplätzen wird häufig nicht geräumt. Hier an diesem Platz sehen wir nachts aus dem Bett dann tatsächlich die ersten (schwachen) Polarlichter, können uns allerdings nicht aufraffen, hinaus in die Kälte zu gehen.




Am nächsten Morgen ein schöner Sonnenaufgang. Nach einen kleinen Spaziergang auf dem gefrorenen See fahren wir ein Stück weiter.


Bald zieht es sich leider zu und beginnt zu schneien. Wir richten uns auf einem ordentlichen Rastplatz ein, ist doch die Nordlichtvorhersage für heute ausgesprochen gut und tatsächlich auch zutreffend. Es klart immer weiter auf.






Bereits um 18 Uhr sind die ersten Lichter zu sehen. Und da es nicht mehr so kalt ist, steht einem längeren Aufenthalt im Freien nichts entgegen.
Am nächsten Morgen haben wir minus 24 Grad, der MAN ist total befroren. Selbst mit Enteiserspray ist die Frontscheibe nicht freizubekommen. Wir sehen, dass in der Nacht noch ein PKW-Camper gekommen ist. Das wäre nichts für uns.
Unterwegs sehen wir dann noch zahlreiche Rentiere. Bei fantastischem Wetter und Fahrt durch großartige Landschaft erreichen wir bald die Grenzstation Riksgränsen, wo wir Schweden erst einmal verlassen.

Hier ein kleines Video mit Impressionen zum Fahren auf den winterlichen Straßen.
Weiter geht es mit Auf der E6 von Narvik zum Junkerdal









