Mittlere Golfküste - Alabama, Mississippi, Louisiana

11. Dezember 2015

Auch in Alabama setzt sich die Weihnachtsdekoration entlang der Straßen fort. In Mobile steuern wir den Battleship Memorial Park an. Kernstück dieses Parks ist das riesige Schlachtschiff USS Alabama aus dem Zweiten Weltkrieg. Man kann das Schiff auf eigene Faust erkunden. Die zahlreichen, riesigen Geschütze sind schon sehr eindrucksvoll.


Im Inneren des Schiffs erhält man einen Eindruck vom Leben der Soldaten, es gibt wirklich alles: Friseur, Zahnarzt, Augenarzt, Lazarett, riesige Küchen. Viel Privatsphäre gab es für die gemeinen Soldaten allerdings nicht.

Da hatten es die höheren Offiziere schon deutlich besser.


Vom Kommandoturm bis tief hinunter in den Maschinenraum klettern wir, sehen Munition jeglichen Kalibers in großen Mengen.

Direkt nebenan liegt das U-Boot USS Drum. Auch dieses kann auf eigene Faust besichtigt werden. Handelt es sich auch um ein großes U-Boot, so ist doch der zur Verfügung stehende Raum deutlich begrenzter als auf dem Schlachtschiff. Besonders beeindruckend sind die Unmengen an Instrumenten in der Zentrale sowie die Torpedorohre.


Sozusagen als Beigabe gibt es dann noch einige Flugzeuge und Panzer auf dem Gelände.


Ansonsten ist Alabama für uns nur Durchgangsstation. Bald ist Mississippi erreicht, das wir auch relativ schnell durchfahren. Station legen wir nur im Davis Bayou State Park ein, bevor es dann über Biloxi nach Louisiana geht.

Hier finden wir an einem alten Fort einen ganz vernünftigen freien Stellplatz und stellen fest, dass unsere Solaranlage nicht mehr lädt, der Solarladeregler ist defekt. Da muss natürlich Ersatz her. Nächste größere Stadt ist Slidell. Hier schauen wir uns um in diversen Shops. Nahezu umwerfend die Weihnachtsdekoration, dazu dudelt in großer Lautstärke Weihnachtsmusik. Rudolph the red-nosed reindeer, Jingle Bells, Let it snow etc. wirken bei Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad schon ein wenig seltsam.

So einfach ist es leider nicht, einen passenden Regler zu finden. Lediglich ein 12 V-Teil könnten wir kaufen, aber das nützt uns nichts. Also heißt es, ein 24 V-Teil bestellen. Aber dazu braucht man natürlich eine Adresse. Sehr nette Amerikaner, mit denen wir auf dem Parkplatz des Home Depot ins Gespräch kommen, bieten uns spontan ihre Adresse an. Außerdem können wir auf ihrem Grundstück stehen, bis der Regler eintrifft.

Thanks a lot, Ben and Mary for your hospitality. The time with you was very interesting - we enjoyed our stay with you very much!!!


Der Regler ist eingebaut, weiter geht es nach New Orleans. Wir bleiben auf dem Bayou Segnette State Park - wirklich schöne und großzügige Stellplätze. In unmittelbarer Nachbarschaft ein großer Seafood-Markt, wo wir für einen Spottpreis riesige Shrimps erstehen.


Am nächsten Morgen ist die Wetterprognose nicht gut, außerdem haben wir beide keine Lust auf Trubel und Hektik einer Stadt. Also lassen wir New Orleans diesmal links liegen - wenn euch die Stadt interessiert, so schaut doch in unserem alten Bericht nach: Louisiana - Mississippi

Noch einmal fahren wir den Abstecher nach Avery Island. Hier wird seit 1868 die weltbekannte Tabasco Pepper Sauce und noch vieles andere mehr hergestellt. Noch heute werden alle Tabasco-Produkte, die man weltweit kaufen kann, hier produziert. Die Factory Tour findet im Moment leider nicht statt, aber allein der Shop ist sehens- und besuchenswert. Wir kosten uns durch die unzähligen Sorten an würzigen Leckereien, erhalten auch einige Geschenke. Und kaufen natürlich auch einiges - der Vorrat sollte einige Zeit reichen.

Vorbei an ausgedehnten Zuckerrohrfeldern geht es weiter. Bei den Preisen macht sogar das Tanken Spaß! Wieder finden wir einen recht guten freien Stellplatz. Hier lassen wir uns abends die Shrimps munden.

Auch im weiteren Verlauf der Straße 82 immer wieder Weihnachtsdeko. Große Teile des Rockefeller Wildlife Refuges sind vom 1. Dezember an geschlossen. Schade - denn hier haben wir beim letzten Mal eine bemerkenswerte Zahl an Vögeln beobachten können. Siehe: Louisiana - Mississippi Allein der kurze Stich, der noch zugänglich ist, ist schon sehr ergiebig. Und zum ersten Mal sehen wir einen Skimmer, einen Vogel mit einer einzigartigen Jagdtechnik. Er fliegt mit geöffnetem Schnabel knapp über der Wasseroberfläche, seiht dabei das Wasser, und wenn er Beute spürt, schnappt er sofort zu. Jagen sehen wir ihn zwar nicht, aber allein, dass wir ihn zu Gesicht bekommen, ist schon ein Erlebnis.


Im Cameron Prairie National Wildlife Refuge dann Reiher, unzählige Hühnchen und Schneegänse. Außerdem sichten wir Wasserschildkröten.

Danach fahren wir zurück an die Küste. Am Strand finden wir einen guten Stellplatz. Im Sand hinter dem Strand einige blühende Blumen, auf dem Strand große Muschelansammlungen und viele Vögel. Abends dann ein fotogener Sonnenuntergang, in der Nacht heulen die ersten Coyoten.


Am nächsten Morgen heißt es dann von Cameron aus Fähre fahren. Wir zahlen 1 Dollar und haben damit einen Riesenumweg gespart. Die Häuser entlang der Küste sind alle auf Stelzen gebaut. Das Foto haben wir geschossen, um die teilweise schizophrenen Verkehrsregeln zu zeigen. Bei der fotografierten Mini-Straße handelt es sich um eine Sackgasse. Aber an jedem Abzweig der hier so beliebte Allway-Stopp!

Noch einmal besuchen wir das Sabine National Wildlife Refuge - den Abstecher hätten wir uns schenken können. Genau wie beim letzten Mal ist nahezu nichts zu sehen.

Wieder bleiben wir am Holly Beach - zwar nahe an der Straße, aber ein Muschel- und ein Vogelparadies!


Nicht weit entfernt liegt die Cameron Parish Library- für uns eine Anlaufstelle wegen des guten WLANs. Wir können Reisenden nur empfehlen, hier einen Stopp einzulegen. Die Mitarbeiter sind wirklich sehr freundlich. Man lädt uns ein hineinzukommen, bietet uns Kaffee an, es gibt gutes Informationsmaterial, da die Bücherei auch als Visitor Info tätig ist. Wir erhalten sogar kleine Geschenke.

Thank you very much, Sherry, for the friendly welcome and for the wonderful gift. It was so nice talking to you!

Von der Bücherei ist es nicht mehr weit nach Texas - doch darüber dann später mehr!


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