Auf der E6 von Narvik zum Junkerdal

23. - 26. Februar 2026

 

Die Grenze nach Norwegen passieren wir bei herrlichem Wetter ohne jede Kontrolle. Wir sind froh, dass wir gezielt einen recht kalten Tag für die Fahrt ausgewählt haben, sind doch so die Straßen nicht allzu glatt. Trotzdem sind wir über unsere Spikes froh, geben sie uns doch deutlich mehr Sicherheit, vor allem bei den nun steigenden Temperaturen und der Abfahrt zur Küste.

Die Schneeräumer sind im Dauereinsatz. Von den ausgedehnten Eiskaskaden entlang der Straße sind wir absolut fasziniert, nutzen jede Gelegenheit zum Anhalten und Fotografieren.

Narvik durchfahren wir nur, sind wir doch früher schon oft hier gewesen. Wir wollen das gute Wetter lieber für die herrliche Landschaft entlang der E6 nutzen.

An einem Platz mit Aussicht verbringen wir dann die Nacht, leider gibt es hier (ohne Fremdlicht und bei klarem Himmel) nur schwaches Nordlicht, das ein Foto nicht lohnt. Morgens liegen die Temperaturen noch im guten Minusbereich, und so ist die Fahrt durch die großartige Berglandschaft zur Fährstation Skarberget kein Problem.

Wir sind zeitig gestartet, und so sind wir das erste Fahrzeug für die erste Fährfahrt des Tages. Die Fähren kann man übrigens nicht mehr bar bezahlen, sondern man ist entweder registriert und der Betrag wird abgebucht oder man bekommt später eine Rechnung. Wir haben uns beim schwedischen epass registriert, waren aber der Meinung, das hätte nicht funktioniert. Der Fährmitarbeiter scannt unser Nummernschild und meint, es wäre alles klar. Wir hätten bezahlt. Da sind wir mal gespannt, ob das tatsächlich geklappt hat. Es sind nur wenige Fahrzeuge auf dem Boot, die Überfahrt nach Bognes dauert knapp eine halbe Stunde.

Danach geht es weiter durch schöne Landschaft. Der Verkehr hält sich zunächst Gottseidank in Grenzen. In Steigungen und Kurven sind die Straßen hier teilweise mit Sand abgestreut, damit sie nicht ganz so rutschig sind. Ansonsten sind wir, wie schon gesagt, froh über unsere Spikes.

Je näher wir nach Fauske kommen, desto mehr Verkehr herrscht auf der Straße. Häufig nutzen wir Parkbuchten, um LKWs passieren zu lassen, können bei der Gelegenheit dann zumeist auch wieder die Eiskaskaden bewundern.

In Fauske gehen wir kurz einkaufen. Die Kreisverkehre sind mit großen Stücken des berühmten Fauske-Marmors gestaltet. Ein schönes Stück davon gibt es übrigens bei uns zu Hause. Auf dem Gelände des Werkes durfte man zumindest früher abgekippte Brocken sammeln und mitnehmen.

Stellplätze sind jetzt im Winter rar, ist doch alles tief verschneit und in der Regel nicht geräumt. So gehen wir mal wieder auf einen Campingplatz. Abgesehen von den Dauercampern sind wir die einzigen Gäste beim Kro in Nordnes. Abends gibt es leckeres in Fauske gekauftes Rentierfleisch und danach dann Nordlicht. Durch das Fremdlicht hier leider nicht ganz so gut zu fotografieren wie oben in Schweden am Torneträsk. Nachts sinken die Temperaturen auf minus 14 Grad.

Angesichts der Wettervorhersage – heftige Schneefälle bei steigenden Temperaturen und vor allem extremem Wind sind angesagt – beschließen wir, noch eine Nacht hier zu bleiben. Wir nutzen die Gelegenheit, Wäsche zu waschen. Im Restaurant könnte man auch essen, aber Peters Husterei wollen wir den anderen Gästen nicht zumuten. So holen wir uns halt das Essen in den MAN. Abends beginnt es dann auch zu schneien.

Ganz so viel Schnee ist dann doch nicht gefallen, aber bei dem wirklich schlimmen Wind hätten wir nicht fahren wollen. Auch jetzt weht er noch ganz gut. Trotzdem muss Peter sich wieder einmal unter den MAN legen und den losen Auspuff befestigen. Am Nordland-Nationalparkcenter entdecken wir eine große Bärenskulptur erschaffen aus Müll und Schrott, Teil einer Serie des portugiesischen Künstlers Bordalo II, mit der auf die Müllproblematik aufmerksam gemacht werden soll.

Die Fahrt durch das Junkerdalen zurück nach Schweden ist landschaftlich schön, vor allem ist quasi kein Verkehr auf der Strecke. Leider ist es trüb, keine guten Fotomöglichkeiten! Bald ist die Grenze nach Schweden erreicht, die wir zügig durchfahren können.

Weiter geht es mit Auf dem Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland

 

 

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