Marokko 2018

Die Anreise

31. Oktober 2018

Nach unserer Rückkehr aus Südamerika treibt es uns bald wieder hinaus. Wir haben eine günstige Fährfahrt von Savona (Italien) nach Tanger buchen können und wollen einige Wochen in Marokko verbringen.

Die Fahrt zum Hafen teilen wir diesmal in drei gemütliche Etappen ein. Einen ersten Übernachtungsstopp legen wir auf einem schönen, absolut ruhigen Wanderparkplatz in der Pfalz ein, die nächste Nacht verbringen wir am Gotthardtunnel. Am dritten Tag haben wir bis zur Abfahrt der Fähre noch viel Zeit. In der Nähe von Savona stellen wir uns deshalb auf einen kostenlosen Womo-Stellplatz.

 

Am Abend geht es zum Hafen. Das Einchecken geht sehr schnell vor sich. Mehr als drei Stunden vor Abfahrt beginnt das Beladen der Cruise Smeralda. Diese kennen wir noch aus früherer Zeit, als sie noch Minoan gehörte und Ikarus Palace hieß. Auf dem offenen Deck (ehemaliges Campingdeck) gibt es immer noch die entsprechenden Installationen, und so können wir unseren Großen Wagen ans Stromnetz anschließen. Nicht schlecht - dauert doch die Überfahrt mehr als 48 Stunden.

Wir beziehen unsere schöne und geräumige Suite auf Deck 8 und verbringen nach dem Ablegen um 0.30 Uhr eine angenehm ruhige Nacht.

 

Das Wetter ist uns diesmal nicht so hold. Es ist trüb, regnerisch, nicht besonders warm, dazu sehr windig. Kein Wetter, um sich an Deck aufzuhalten, obwohl es zwischendurch auch einmal aufreißt und sich sogar die Sonne ein wenig blicken lässt. Aber in unserer Kabine haben wir ja ausreichend Platz. Leider stellt sich am kommenden Abend, als wir im Hafen von Barcelona Zwischenstation machen, heraus, dass es in der Bar/Disco unter uns auf Deck 7 für mehrere Stunden (bis Mitternacht) extrem laute Live-Musik gibt. Peter meint, dass diese Lautstärke Körperverletzung ist. Die Bässe wummern, das Bett vibriert - wir sind schon ziemlich genervt. Beschwerden bringen leider nichts, also müssen wir es aushalten. Am nächsten Abend leider wieder das gleiche böse Spiel. Und heute hätten wir uns gerne vor der langen Nacht - Ankunft soll nach Fahrplan gegen 22 Uhr sein, danach dann Zoll - ein wenig ausgeruht.

 

Letztendlich erreichen wir Tanger gegen 1 Uhr, müssen ziemlich lange auf den Lotsen und dann zusammen mit den abenteuerlich beladenen Fahrzeugen der heimreisenden Marokkaner auf die Ausfahrt aus der Fähre warten und sind erst gegen 2 Uhr im Hafen. Die Einreiseformalitäten für die Personen haben wir bereits auf dem Schiff erledigen können, so dass die Polizei hier nur noch schnell den Einreisestempel kontrolliert und uns zum Zoll weiterschickt. Leider wird die Anmeldung des Fahrzeuges anders als früher nicht mehr auf dem Schiff vorgenommen, sondern erst hier im Hafen, so dass sich lange Schlangen bilden.

 

 

Es geht nur extrem schleppend voran, weiter vorne wird aus jeweils drei Spuren plötzlich eine. Es wird teilweise aggressiv gedrängelt, müde Fahrer quetschen sich ohne Rücksicht auf irgendetwas in die kleinste Lücke. Das nervt schon extrem. Irgendwann haben wir darauf keine Lust mehr, scheren aus und beschließen abzuwarten, bis das Gedränge vorüber ist. Aber das passt den Zöllnern nicht. Man schickt uns unfreundlich hin und her - in diese Spur, nein, nicht in diese, sondern in jene, nein hier auch nicht usw. Das ganze Chaos wollen wir hier gar nicht schildern, zuletzt ist ein extrem unfreundlicher Mensch tatsächlich bereit, unsere Papiere anzunehmen. In rüdem Tonfall werden wir aber wieder weggeschickt. Zumindest lässt er sich herab uns mitzuteilen, dass wir ohne Durchfahrt durch den Scanner nicht abgefertigt werden. Das hätte man uns ja auch schon vor Stunden sagen können. Wo denn der Scanner sei, fragen wir. Eine unbestimmte Handbewegung schickt uns davon. Nach etlichen Fehlversuchen finden wir und zwei Unimogs dann einen guten Kilometer entfernt den Scanner. Alles OK - hier sind die Leute zumindest freundlich.

Zurück zum Zoll, wo sich die Schlangen mittlerweile aufgelöst haben. Wir sprechen mehrere Zöllner bezüglich der Abfertigung an. Kurz und knapp heißt es "Not me". Letztlich landen wir wieder beim "freundlichen" Fiesling, der uns dann in den Bereich schickt, wo die marokkanischen PKW gefilzt werden. Dicht an dicht stehen die Fahrzeuge. Schlimm, was hier veranstaltet wird. Wenn wir nun nach dem Scanner auch noch durchsucht werden - nicht auszudenken.

 

Mittlerweile sind wir und die anderen Betroffenen völlig übermüdet und total genervt. Aber nach einiger Zeit erscheint ein anderer Mensch, der uns mitteilt, dass wir noch einmal zur Polizei müssen, um die Einreisestempel bestätigen zu lassen. Immerhin ist er bereit uns zu sagen, wo das geschehen soll. Dort angekommen ist natürlich niemand da. Nach einiger Zeit kommt ein Polizist. Die Bestätigung des Stempels sieht dann so aus, dass mit Kuli der Stempel nachgemalt wird. Sensationell! Wieder zurück - endlich dürfen wir passieren. Gegen 6.15 Uhr sind wir durch, parken auf dem überfüllten Parkplatz im Hafengelände ein und sinken um 6.30 Uhr endlich ins Bett. Welch ein Gegensatz zu unserer letzten Einreise in Marokko! So unfreundlich und schikanös sind wir noch nirgendwo bei der Einreise behandelt worden.

Nach zwei Stunden beginnt der Morgenbetrieb im Hafen. Also stehen wir auf. Schnell noch Geld besorgt, dann fahren wir zum Marjane zum Einkaufen. Hier besorgen wir uns bei Maroc Telekom auch direkt eine Telefon- sowie eine Internet-SIM. Heute fahren wir zusammen mit Freunden zur Lagune von Moulay Bousselham. Das Wetter hat sich vorübergehend gebessert, aber für eine Vogeltour auf der Lagune sind wir einfach zu kaputt. Und morgen wird das leider auch nichts werden. Für die nächsten Tage ist nämlich für den Norden Regen angesagt. So wird es morgen erst einmal Richtung Marrakech gehen. Danach werden wir weitersehen und dort abhängig von der Wetterlage entscheiden, wie es weitergeht.

 

 

 

 

 Weiter geht es mit Über Marrakech in die Dadès-Schlucht

 

 

Aktuelles

 

 

 

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Frühjahr 2019

 

Wir sind auf der Peloponnes unterwegs und ergänzen hier von Zeit zu Zeit eine Fotosammlung zu diesem schönen Gebiet.

 

 

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Hunting the light - Unsere zweite Postschiffreise

25. Januar 2019

 

Zum zweiten Mal gehen wir auf einem Postschiff auf Nordlichtjagd.

Hier unser Bericht zu dieser Winterreise

nach Norwegen.

 

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